Online-Sportzeitung für den Norden 31_18

SEITE 16 HANDBALL 2. BUNDESLIGA Lübeck-Schwartau startet mit Sieg Klockmanns Paraden und mehr Konzentration nach der Pause VfL Schwartau-Lübeck – HBW Balingen-Weilstetten 25:22 (11:13) VfL Schwartau-Lübeck: Pawel Genda 6 Tore, Thees Glabisch 6 (davon 3 Siebenmeter), Markus Hansen und Sigtryggur Dadi Ru- narsson je 3, Toni Podpolinski und Fynn Ranke je 2, Finn Kretschmer, Antonio Metzner, Marcel Möller je 1 sowie Jasper Bruhn, Tim Claa- sen, Sebastian Damm und Janik Schrader. Im Tor: Dennis Klockmann und Marino Mallwitz. Trainer: Torge Greve HBW Balingen-Weilstetten: Mar- cel Niemeyer 5 Tore, Oddur Gre- tarsson 4 (davon 2 Siebenmeter), Romas Kirveliavicius 3, Jannik Hausmann und Tim Rozman je 2, Gregor Thomann 2 (1), Diogo Oli- veira, Jona Schoch, Martin Strobel und Rene Zobel je 1 sowie Lars Friedrich, Benjamin Meschke, Tim Nothdurft und Lukas Saueressig. Im Tor: Jonas Baumeister und To- mas Mrkva. Trainer: Jens Bürkle Schiedsrichter: Sascha Standke (BSV Klostermansfeld) und Steven Heine (HT 1861 Halberstadt) Zuschauer: 1.683 Nach einer durchwachsenen Sai- sonvorbereitung hat der VfL Schwartau-Lübeck rechtzeitig zum Auftakt der Serie 2018/2019 sein wahres Leistungsvermögen ge- zeigt und den HBW Balingen- Weilstetten mit 25:22 niedergerun- gen. Mit diesem Sieg untermau- erten die Schleswig-Holsteiner, die die vergangene Spielzeit als Ta- bellen-Dritter hinter den beiden Bundesliga-Aufsteigern Bergi- scher HC und SG BBM Bietigheim abgeschlossen hatten, ihre Ambi- tionen darauf, auch in dieser Sai- son wieder um die Spitzenplätze mitzumischen. In der Lübecker Hansehalle er- wischten die Hausherren einen guten Beginn: Sie arbeiteten kon- zentriert in der Abwehr und er- spielten sich selbst immer wieder geduldig gute Torchancen heraus. Nachdem die Akteure beider Teams ihr Visier richtig eingestellt hatten, wurde aus einem 0:1- Rückstand (3. Minute/Siebenme- ter) eine 3:1-Führung (6.). Bemer- kenswert war, dass HSG-Akteur Benjamin Meschke nach einem harten Foul an Markus Hansen schon in der sechsten Minute die Rote Karte sah. Um die Unterzahl zu kaschieren, nahmen die Gäste in der Folge bei eigenem Ballbe- sitz ihren Torhüter aus dem Spiel. Nachdem sich knappe VfL-Füh- rungen mit ausgeglichenen Spiel- ständen abgewechselt hatten, gin- gen die Gäste beim 9:10 (25.) erstmals wieder in Front. Auf den zehnten VfL-Treffer, den Antonio Metzner vom Kreis erzielte (26.), folgten dann drei Balinger Torer- folge am Stück zum 10.13. Für die Stimmung beim Gang in die Kabi- nen war es deshalb sehr wichtig für die Bad Schwartauer, dass Sig- tryggur Dadi Runarsson, der erst in diesem Sommer nach einem Jahr bei HBW an die Trave ge- kommen war, mit einem Allein- gang noch zum 11:13-Pausen- stand verkürzte. Offenbar gab VfL-Coach Torge Greve seinen Schützlingen die richtigen Worte mit auf den Weg in den zweiten Durchgang, denn sie spielten ruhig weiter und konn- ten beim 17:17, das Thees Gla- bisch bei einem Tempogegenstoß gelang (44.), erstmals wieder ein ausgeglichenes Ergebnis errei- chen. Nachdem sich Gäste-Akteur Marcel Niemeyer eine Zwei-Minu- ten-Strafe eingehandelt hatte und die Balinger wieder ihren Schluss- mann für einen sechsten Feldspie- ler opferten, hätte sich VfL-Keeper Dennis Klockmann beinahe in die Torschützenliste eingetragen, doch sein Wurf landete an der Latte (46.). Trotzdem war diese Überzahl-Situation mitentschei- dend dafür, dass die Partie zu- gunsten der Heim-Sieben kippte. Pawel Gendas Rückraumwurf zum 19:18 war richtungweisend (47.) und nachdem die personelle Gleichzahl wieder hergestellt war, erhöhte Glabisch per Siebenmeter zum 20:18. Die Baden-Württem- berger gingen in dieser Phase ho- hes Risiko, nahmen wiederholt ih- ren Torwart vom Feld. Die Abwehr der Lübeck-Schwartauer stand aber sehr sicher und Klockmann zeigte immer wieder starke Para- den. Das 23:20, das Toni Podpo- linski per Tempogegenstoß er- zielte, beantworteten die Gäste noch vom Kreis aus. Doch dann erhöhten Markus Hansen per Rückraumwurf sowie Runarsson auf 25:21 ‒ was, da nun nur noch gute zwei Minuten auf der Uhr wa- ren, die Entscheidung bedeutete. Nach einer Zeitstrafe gegen Han- sen setzte Klockmann den Schlusspunkt, indem er den fina- len Siebenmeter abwehrte ‒ und damit auf insgesamt 13 Paraden kam. Weiter geht es für die Schwartau-Lübecker am Sonn- abend, 1. September, wenn sie beim TuS Ferndorf gastieren. Am Freitag, 7. September geht es um 19.30 Uhr im nächsten Heimspiel gegen den Dessau-Roßlauer HV. Am kommenden Wochenende startet auch die Zweite Mann- schaft des VfL in die neue Saison in der Oberliga Hamburg/Schles- wig-Holstein. Am Sonntag, 2. Sep- tember empfängt die VfL-Zweite um 16.30 Uhr an der Bad Schwar- tauer Jahnstraße die HSG Wed- dingstedt/ Hennstedt/Delve. BS

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