Online-Sportzeitung für den Norden 08_19

SEITE 16 HANDBALL 1. BUNDESLIGA THW startet neue Erfolgsserie Kieler Kantersieg in Gummersbach – Sprenger assistiert Jicha VfL Gummersbach – THW Kiel 22:35 (8:20) VfL Gummersbach: Martinovic 5 Tore (davon 1 Siebenmeter), Som- mer 5 (1), Preuss 3, Becker und Schröter je 2, Köpp 2 (1), Dayan, Norouzinezhad und Zhukov je 1 so- wie Baumgärtner, Busch und Stü- ber. Im Tor: Lichtlein und Puhle. Trainer: Denis Bahtijarevic THW Kiel: Ekberg 9 Tore (davon 5 Siebenmeter), Bilyk 6, Duvnjak und Vujin je 4, Weinhold 3, Dahmke, Firnhaber, Pekeler und Wiencek je 2, Magnus Landin 1 sowie Rahmel, Reinkind und Zarabec. Im Tor: Wolff. Trainer: Alfred Gislason Schiedsrichter: Julian Köppl (DJK Grün-Weiß Büdesheim) und Denis Regner (TV Nieder-Olm) Zuschauer: 4.132 (ausverkauft) Schnell eine neue Erfolgsserie zu starten, war das Ziel der Handballer des THW Kiel, nachdem sie am 17. Februar eine 25:28-Heimpleite ge- gen den SC Magdeburg kassiert hatten. Und dies gelang – auch dank einer eindrucksvollen Serie. Denn im Bundesliga-Spiel beim VfL Gummersbach gerieten die „Ze- bras“ am Donnerstagabend zu- nächst mit 0:1 in Rückstand, ehe sie acht Tore in Folge erzielten und damit bereits eine Vorentscheidung herbeiführten (9. Minute). Auch in der Folge waren die Kieler in der ausverkauften Schwalbe- Arena Herr der Lage. Zur Pause stand es 20:8 für die Gäste, was für den VfL den höchsten Halbzeit- Rückstand in seiner Geschichte be- deutete. THW-Trainer Alfred Gislason wurde anschließend auf der Internet-Seite seines Vereins („www.thw-hand- ball.de “) wie folgt zitiert: „Wir woll- ten dem VfL keine Hoffnung auf ei- nen Punktgewinn geben, das war heute das wichtigste. Kompliment an meine Mannschaft, wie sie das konzentriert umgesetzt hat. Die Ab- wehr war überragend, Andi hat da- hinter sehr stark gespielt, und auch vorn haben wir guten Handball ge- spielt. Das war eine sehr starke Vorstellung, Gummersbach hat zu keinem Zeitpunkt eine Chance. Nach der Pause habe ich durch- gewechselt, um die Belastung auf vielen Schultern zu verteilen. Pa- trick Wiencek war nach dem Schul- terkontakt direkt nach der Pause leicht benommen, deshalb haben wir ihn mit Rücksicht auf seine Ge- sundheit draußen gelassen.“ Bereits am Dienstag hatten die Ver- antwortlichen des THW Kiel in einer Pressemitteilung bekanntgegeben, dass Christian Sprenger, der mo- mentan Jugendkoordinator sowie verantwortlicher Trainer des in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Hol- stein spielenden U23-Teams und der A-Jugend-Bundesliga-Mann- schaft des Rekordmeisters ist, ab dem Sommer als Assistenz-Coach des Profi-Teams den neuen Chef- coach Filip Jicha unterstützen wird. „Beide verkörpern durch ihre ge- meinsame Geschichte den THW Kiel und beide haben eine ähnliche Vorstellung von dem Handball, den sie spielen lassen wollen. Das Duo Jicha/Sprenger an der Seitenlinie ist eine ideale Kombination für un- sere Zukunft", zeigte sich Viktor Szilagyi, Sportlicher Leiter des THW Kiel, in der Pressemitteilung voller Zuversicht. Jicha, der ab dem 1. Juli das Trai- neramt beim Rekordmeister von Al- fred Gislason übernehmen wird, freut sich auf die Zusammenarbeit mit Sprenger: „Ich kenne 'Sprengi' schon sehr lange. Ich weiß, wie er handballerisch tickt, welche Men- talität er besitzt und wieviel seiner Energie er an eine Mannschaft wei- tergeben kann. Er war als Spieler ein fleißiger Arbeiter, der immer di- rekt und zielführend argumentiert hat – und das macht er auch als Trainer." Sprenger ist voller Spannung und Vorfreude auf die neue Herausfor- derung: „Jicha und ich haben nicht zuletzt aufgrund unserer vielen ge- meinsamen Erlebnisse eine große Vertrauensbasis. Wir ziehen an ei- nem Strang und ergänzen uns großartig: Wir treten an, um mit dem THW Kiel Erfolg zu haben – das steht für uns beide an oberster Stelle." Sprenger war im Sommer 2009 vom SC Magdeburg, für den er ins- gesamt elf Jahre in der Jugend und in der Bundesliga spielte, an die Kieler Förde gekommen. Mit den „Zebras" feierte er unter anderem zweimal den Gewinn der EHF- Champions-League, fünf Deutsche Meisterschaften und vier Mal den Sieg im DHB-Pokal. Für die Deut- sche Nationalmannschaft war Sprenger bis zu seinem Rücktritt im März 2012 in 86 Einsätzen 185 Mal erfolgreich. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere im Jahr 2017 wurde der heute 35-Jährige als Nachwuchskoordinator Binde- glied zwischen dem Nachwuchs- Leistungshandball und der Profi- Mannschaft des THW Kiel. Zusätz- lich zu seiner Aufgabe als Co-Trai- ner von Gislason betreute er in der Saison 2017/2018 bereits die U23, die er in der Oberliga auf den drit- ten Platz hinter der HSG Ostsee/Neustadt/Grömitz sowie die SG Wittorf/ FT Neumünster führte. Im Sommer 2018 übernahm er zu- sätzlich das Traineramt bei den A- Junioren, die in der A-Jugend-Bun- desliga Nord aktuell Rang-Dritter hinter der SG Flensburg-Handewitt und dem SC Magdeburg sind. BS

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