Online-Sportzeitung für den Norden 05_20

HANDBALL 2. BUNDESLIGA SEITE 15 VfL verspielt Fünf-Tore-Führung Lübeck-Schwartau lässt gegen Hüttenberg einen Punkt liegen VfL Lübeck-Schwartau – TV 05/07 Hüttenberg 23:23 (13:11) VfL Lübeck-Schwartau: Markus Hansen 6 Tore, Finn Kretschmer und Jan Schult je 3, Niels Ver- steijnen 3 (davon 1 Siebenme- ter), Thees Glabisch und Fynn Gonschor je 2, Steffen Köhler, Jasper Bruhn, Sigtryggur Dadi Runarsson und Jannik Schrader je 1 sowie Tim Claasen, Prze- myslaw Mrozowicz, Fynn Ranke und Martin Waschul. Im Tor: Dennis Klockmann und Marino Mallwitz. Trainer: Piotr Przybecki. TV 05/07 Hüttenberg: Markus Stegfelt 8 Tore (davon 2 Sieben- meter), Moritz Lambrecht und Dieudonne Mubenzem je 4, Ro- bin Hübscher 3 (2), Moritz Zörb 3, Christian Rompf 1 sowie Mer- lin Fuss, Tobias Hahn, Johannes Klein, Hendrik Schreiber, Tomas Sklenak und Björn Zintel. Im Tor: Simon Bohne und Domi- nik Plaue. Trainer: Frederick Griesbach und Johannes Wohlrab. Schiedsrichter: Fabian Friedel und Rick Hermann (EHV Aue). Zuschauer: 2.037. Acht Tage nach der heftigen 12:27-Plete beim Aufstiegsan- wärter VfL Gummersbach bot sich den Handballern des VfL Lü- beck-Schwartau die Chance zur Wiedergutmachung, als sie am Sonnabend mit dem TV 05/07 Hüttenberg einen Tabellennach- barn empfingen. Vor den Augen von 2.037 zahlenden Zuschau- ern sah es in der Lübecker Han- sehalle auch gut aus, da die Schleswig-Holsteiner schon mit fünf Toren führten. Doch am Ende mussten sie sich mit einem 23:23-Unentschieden begnügen, was VfL-Spieler Martin Waschul auf der Internet-Seite seines Klubs („www.vfl-luebeck-schwar- tau.de “) wie folgt kommentierte: „Es fühlt sich an wie eine Nieder- lage. Und wenn man sich den Spielverlauf anguckt, ist es ein verschenkter Punkt.“ Zunächst begann die Partie wunschgemäß für die Hausher- ren, deren Torwart Dennis Klock- mann in den ersten sieben Mi- nuten ein schier unüberwindba- res Hindernis für die Gäste-Ak- teure war. Vier Paraden von Klockmann und weitere Fehl- würfe der Hüttenberger sorgten dafür, dass ein 2:0 auf der An- zeigetafel stand, ehe nach sie- ben Minuten und 54 Sekunden auch die Gäste erstmals trafen. Ein höherer VfL-Vorsprung schon zu dieser Zeit wäre möglich ge- wesen, aber auch der Heim-Sie- ben fehlte bei einigen Würfen die nötige Zielstrebigkeit. Die Akteure beider Mannschaften kämpften verbissen um jeden Ball und um jeden Meter Boden – schließlich ging es darum, den Vorsprung auf die Abstiegsplätze mindestens zu wahren, im Opti- malfall sogar auszubauen. Mit fortlaufender Spielzeit kamen die Lübeck-Schwartauer gegen die 3:2:1-Abwehr der Hüttenberger immer besser zum Zug und zu einer 6:3-Führung (15. Minute). Sorgte das 10:7, das Jannik Schrader aus der eigenen Spiel- feldhälfte in das verwaiste Gäste- Gehäuse warf, für großen Jubel (23.), so musste kurz darauf Dadi Sigtryggur Runarsson verletzt vom Feld und konnte fortan nicht mehr mitwirken. Aber auch ohne den Isländer führte die Heim-Sie- ben zur Pause immerhin mit 13:11. Im zweiten Durchgang bauten die VfL-Handballer ihren Vor- sprung dann bis auf fünf Tore aus (19:14/43.). Darauf folgten aber drei Gäste-Treffer in Folge, wo- raufhin VfL-Coach Piotr Przybe- cki eine Auszeit nahm. Tatsäch- lich sah es in der Folge weiter gut aus, als Niels Versteijnen bei doppelter Unterzahl (!) das 23:20 erzielte (56.). In den nun noch of- fenen vier Minuten und 50 Se- kunden fiel aber kein weiterer VfL-Treffer mehr und 20 Sekun- den vor Ultimo egalisierte Robin Hübscher per Siebenmeter zum 23:23. Nach dem Ablauf der Zeit gab es noch einen Freiwurf für die Heim-Sieben, den Versteijnen aber in die Abwehrmauer der Gäste setzte. BS Der Lübeck-Schwartauer Niels Versteijnen (Mitte) im Dreikampf mit den Hüt- tenbergern Hendrik Schreiber (links) und Robin Hülscher. Foto: 54 Grad/Felix König

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